Flüssigkeitshaushalt

Unser Körper besteht zum größten Teil aus Wasser. Ohne Wasser können wir nicht lange Überleben. Viele kennen die Formel 3 Minuten – 3 Tage – 3 Wochen:

3 Minuten – kann man ohne Sauerstoff überleben
3 Tage – kann man ohne Wasser überleben
3 Wochen kann man ohne Nahrung überleben


Nur 3 Tage!! Das sollte jedem einem nochmal die Wichtigkeit von Wasser klar machen. Deshalb empfehlen wir immer: reichlich Wasser trinken! Für mehr Energie, für mehr Gesundheit, weniger Verspannungen, weniger Kopfschmerzen (und, und, und). Alle Prozesse in unserem Körper funktionieren nur im Wasser: all' die biochemischen Reaktionen, von denen wir immer berichten. Die Entgiftung von Stoffwechsel-Abfall-Produkten: über das Blut, den Lymphtransport, die Ausscheidung mit dem Urin. Die elektrische Leitfähigkeit von Nerven. Die Hirnfunktion. Aufmerksamkeit. Muskelanspannung und -entspannung (elektrische Leitung der muskelinnervierenden Nerven). Letztendlich jede Körperfunktion findet im Wasser statt. In der extrazellulären und intrazellulären Flüssigkeit.

Diese lebensnotwendige Flüssigkeit in unserem Körper ist aber kein destilliertes H2O, sondern eine Elektrolytlösung. Also eine Salzlösung. Wie wir aus dem Chemieunterricht alle noch wissen: destilliertes, also reines Wasser, leitet keinen Strom. Das geht nur in einer Elektrolytlösung. Unsere Körperflüssigkeit ist daher eine genau definierte Elektrolytlösung. Der Körper arbeitet den ganzen Tag, jede Sekunde ununterbrochen daran, diese Elektrolytlösung im optimalen Verhältnis aufrecht zu erhalten. Vor allem mit der berühmten Na+/K+-ATPase. Eine Pumpe, die ständig Natrium und Kalium aus der Zelle heraus bzw. in die Zelle hinein pumpt. So dass wir im Blutserum immer die optimale Konzentration von Natrium von 135 - 145 mmol/l und von Kalium von 3,5 - 5 mmol/l haben.

Natrium und Kalium sind die beiden wichtigsten Elektrolyte in unserem Körper.

Des Weiteren: Calcium, Magnesium, Chlorid.

Natrium und Kalium: die beiden wichtigsten Elektrolyte im Körper:

So sollte es normalerweise aussehen. Eine gute Flüssigkeitsversorgung des Körpers mit den richtigen Konzentrationen der Elektrolyte, insbesondere Natrium und Kalium:

Trinken wir nun leeres Wasser (destilliertes Wasser, Leistungswasser, schlechtes Mineralwasser, etc.), also Wasser ohne Elektrolyte, werden die Elektrolyte in unserem Körper stark verdünnt.

Um dann die natürliche Konzentration von Natrium und Kalium wiederherzustellen, muss der Körper das überschüssige Wasser sofort wieder loswerden. Wir kennen das alle: von Tee, Kaffee oder anderem elektrolytarmen Wasser muss man ziemlich schnell auf die Toilette rennen. Unser Körper kann salzarmes Wasser nicht halten. Nicht speichern. Er muss es schnell wieder loswerden. Wenig Flüssigkeit im Körper heißt aber dann: Exsikose, Dehydratation = Austrocknung, Energielosigkeit, Schwäche, Konzentrationsstörungen, Muskelkrämpfe, usw.

Um das Wasser im Körper zu halten, braucht man Salz.

Nun heißt es ja immer und überall: man soll weniger Salz essen. Gemeint ist: Natriumchlorid. Was hat es damit auf sich? Ganz einfach, das Problem an unserer heutigen westlichen Ernährung liegt häufig darin, dass in Fast-Food und Fertiggerichten häufig viel Natrium, aber leider kaum Kalium enthalten ist:

Viel Natrium, wenig Kalium in Fastfood. Natrium erhöht den Blutdruck, Kalium senkt den Blutdruck.

Daher bei viel Fastfood: Natrium zu viel und Kalium zu wenig. Blutdruckanstieg möglich.

Dummerweise wird daraus die Schlussfolgerung gezogen, wir sollten weniger Natrium zu uns nehmen:

 

Leider sind wir dann wieder im Elektrolytmangel. Wieder keine Energie, wenig Wasserspeicher, ausgetrocknet, schlapp usw.

Einer der großen Vorteile von Obst und Gemüse gegenüber Fertigprodukten und Industrienahrung liegt in dem hohen Kaliumgehalt von pflanzlichen Produkten:

Tja, brauche ich nicht weiter ausführen, was wir wohl empfehlen: empfehlen wir weniger, leere Körperspeicher, Energielosigkeit, Wassermangel, Austrocknung oder empfehlen wir mehr? Wollen wir gerade so überleben oder besonders fit sein, fitter als der Durchschnitt? Gesünder als der Durchschnitt? Wer uns kennt weiß Bescheid:

Viel Wasser, viel Elektrolyte. Volle Speicher, voller Akku. Ein gutes Mineralwasser, was den Namen Mineral auch verdient hat, hat schon viele Elektrolyte mit drin. Häufig nennen sich solche Mineralwässer auch Heilwasser. Warum nur? 😊

Unsere Empfehlung: täglich 2 - 3 Liter gutes Mineral- oder Heilwasser

Für Anfänger erst eine Flasche am Tag. Morgens rausstellen, abends sollte sie leer sein. So kann man am besten Vorgehen. Was man morgens rausstellt, dann über den Tag verteilt trinken. Irgendwie, so dass die Flasche vorm ins Bett gehen leer ist. Anschließend langsam!!!! steigern, z. B. nach 2 Wochen 1 + ½ Flasche Wasser täglich rausstellen, dann 2, usw. am Ende dürfen es gerne 3 Flaschen (oder mehr) täglich sein.

Was ein gutes Mineral- oder Heilwasser mindestens an Elektrolyten enthalten sollte:

  • Natrium: > 500 mg/l
  • Kalium: > 15 mg/l
  • Magnesium: > 60 mg/l
  • Calcium: > 90 mg/l
  • Hydrogencarbonat: > 1800 mg/l

FAZIT: Denk an dein Wasser und die Elektrolyte!!!

 

 

 

 

 

Über den Autor
Dr. Volker Zitzmann

25 Kommentare
  • Stefan B. vor 2 Wochen
    Hallo, erst einmal. ist der Beitrag sehr verständlich beschrieben, so dass dieser auch lesen und verstehen kann. Wie sieht es aus, bei Sportlern, wie z.B. Fußballern, die bei starker Sonneneinwirkung spielen oder trainieren. Hier werden sicherlich die Werte höher liegen?
  • Christiane A. vor 2 Monaten
    Wow....ich habe noch nie so ausführlich und verständlich über das Trinken gelesen, wie in Ihrem Beitrag. Auch was ein gutes Heilwasser mindestens an Elektrolyten enthalten sollte. Jetzt weiß ich was ich zu tun habe😉 Vielen herzlichen Dank.
  • Dagmar vor 3 Monaten
    Danke für den tollen Beitrag. Es ist gut die Werte mal vor Augen zu haben, die der Körper so braucht. Das passende Heilwasser hatte ich zum Glück schon gefunden. Die Werte passen super zusammen. (Staatlich Fachingen)
  • Yvonne B. vor 4 Monaten
    Danke lieber Volker
  • Petra S. vor 4 Monaten
    Vielen Dank für diesen sehr informativen und sehr wertvollen Beitrag!🙂
  • Ute M. vor 4 Monaten
    Danke! Ich möchte aber weiterhin nicht Wasserkästen schleppen. Gibt die Elektrolyte auch so, dass ich Leitungswasser aufwerten kann?
  • Karin S. vor 4 Monaten
    Wie kann man den Artikel drucken. Hätte ihn gerne meiner Kollegin gezeigt. Diese meinte letztens sie trinkt nicht viel, weil sie während der Arbeit nicht ständig auf die Toilette rennen möchte.
  • Verena vor 4 Monaten
    Wir trinken zuhause auch nur noch Staatl. Fachinger still - die Werte sind top und wir fühlen uns super wohl seid wir dieses Wasser trinken. Es ist zwar etwas teurer als andere Heilwasser, ist aber von Wirkung und Geschmack jeden Cent Wert finde ich.
  • Katharina vor 4 Monaten
    Ich komme mit staatlich Fachingen still wunderbar klar und die Werte stimmen🙂 kann es nur empfehlen. Ich mag die klassischen stillen Wassersorten gar nicht, Sprudelwasser ist zu sprudelig zum viel Trinken und Fachingen hat ein ganz leichtes, angenehmes Prickeln. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen kommt mir nichts anderes in die Wohnung😄
  • Anja Mohr vor 4 Monaten
    So einfach, so logisch zusammengefasst, lieber Doc Volker! Und lass dir von anderen nichts einreden. Wie man sieht, kannst du ganz toll malen! 😉
  • Jasmin D. vor 4 Monaten
    Super Artikel und durch die Grafiken sehr anschaulich. Danke dafür!
  • Ulla vor 4 Monaten
    Wie immer ein toller Beitrag von dir, lieber Volker !!
  • Anja F. vor 4 Monaten
    SUPER, vielen Dank !!! Mit dieser wunderbaren Erklärung kann jetzt endlich das richtige Mineralwasser gekauft und auch getrunken werden. Habe gleich mal den Artikel ausgedruckt damit ich diesen meinen Eltern ( 83 Jahre und 79 Jahre) vorlegen kann. Die trinken permanent zu wenig und sind auch der Meinung das Leitungswasser völlig ausreicht. Jetzt haben sie es dann endlich schriftlich😉
  • Helga vor 4 Monaten
    Danke, genau nach den Angaben habe ich gesucht!
  • Baerbel D. vor 4 Monaten
    Ich kann auch nur Danke sagen, wunderbar und einfach erklärt. Meine Erfahrung ist unterdessen auch, Wasser ist nicht gleich Wasser. Deshalb kaufe ich auch regelmäßig mein Heilwasser.
  • Aude H. vor 4 Monaten
    Ich kann auch nur dazu sagen: Vielen Dank für den Beitrag, Toll!!
  • Anja Köhler vor 4 Monaten
    Super vielen Dank für die Info und habe gleich mal die Werte mit meinem Heilwasser verglichen und fest gestellt das mein Heilwasser noch nicht perfekt ist. Habe gleich geschaut welches Heilwasser ich mir kaufe wenn meins leer ist.
  • Sylvia vor 4 Monaten
    heute noch das bekannte Heilwasser gekauft und Danke für die tolle und anschauliche Erklärung.
  • Benno vor 4 Monaten
    Die Elektrolytwerte entsprechen ja fast 100% denen vom stillen "Staatlich Fachingen" Heilwasser ;D
  • Sabine Mania vor 4 Monaten
    Ist echt toll dargestellt.....sehr einprägsam! Und auch die Angabe der optimalen Wasser-Werte ist sehr, sehr hilfreich. Danke dafür.
  • Conni vor 4 Monaten
    Wäre doch toll, wenn es eine Brausetablette gäbe, die alle Mineralien enthält und die man einfach dem Wasser zusetzen könnte?!
  • Reinhild vor 4 Monaten
    Dankeschön - sehr anschaulich dargestellt und schöner Überblick zu den Mindestmengen der Elektrolyte
  • Melanie vor 4 Monaten
    Direkt mal mein Heilwasser zu Hause mit den Werten verglichen und festgestellt dass es wohl nicht zu den "guten" Heilwassern gehört. Werde mich beim nächsten Einkauf nach einer anderen Sorte umsehen. Vielen Dank dafür.
  • Karin S. vor 4 Monaten
    Super! Wieder was gelernt, Wasser ist nicht gleich Wasser.
  • karin p. vor 4 Monaten
    danke für en Beitrag, echt toll und sehr verständlich gemacht super

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