Grüner Tee

Dass grüner Tee eine besonders gesundheitsfördernde und prophylaktische Wirkung hat ist in den asiatischen Ländern seit Jahrtausenden bekannt. Hat sich inzwischen auch bei uns herumgesprochen. Was grüner Tee alles leisten kann:

Reduktion des Lungenkrebsrisikos:

Eine Meta-Analyse von 2009 konnte eine signifikante Reduktion des Lungenkrebsrisikos um 22 % in der Gruppe mit dem höchsten Grün-Tee Konsum aufzeigen (1).

Reduktion von Leberkrebs:

              Für Leberkrebs konnte eine Reduktion des Risikos um 12 % gezeigt werden (2).

Reduktion von Prostata-Krebs:

Das Auftreten von Prostata-Krebs ist in dieser Meta-Analyse in der Gruppe mit dem höchsten Konsum von grünem Tee um 38 % gesunken (Odds Ratio 0,62) (3).

Reduktion des Speiseröhrenkrebsrisikos:

Das Gesamtrisiko aus verschiedenen Studien lag in der Gruppe mit dem höchsten Grüntee Konsum, im Vergleich mit der Gruppe mit dem niedrigsten Konsum, um 23 % niedriger. (4)

Non-Hodgkin-Lymphom:

39 % Risikoreduktion von NHL durch Grüntee. (5)

Magenkrebs:

In einer Metaanalyse konnte eine 41 % Risikoreduktion von Magenkrebs bei täglichem Konsum von 6 Tassen grünem Tee gefunden werden (8). Bei Verzehr von sehr heißem Tee war das Magenkrebsrisiko jedoch erhöht! (also bitte nicht die Magenschleimhaut verbrennen!).

Gewichtsreduktion:

Für Grüntee wurde auch in einem Review als vielen Studien ein signifikanter Effekt der Gewichtsreduktion beschrieben (10).

 

Der wirksame Stoff in dem grünen Tee ist nicht nur das Epigallocatechingallat (EGCG), sondern Polyphenol E (Poly E). Polyphenol besteht aus mindestens 5 verschiedenen Catechinen (epicatechin, gallocatechin gallate, epigallocatechin, epicatechingallate, epigallocatechingallat). Es scheint so, dass erst die Kombination dieser Stoffe die Antikrebswirkung entfaltet. Daher ist eine Einnahme von reinem EGCG nicht empfehlenswert.(9)

CAVE: Bei sehr hohen Dosen von reinem EGCG wurden auch Lebertoxische Wirkungen sowie Blutdruckerhöhungen gefunden. Sicherheitshalber sollte daher das EGCG nicht als Supplement über 300 mg ( negative Wirkungen ab 800 mg beschrieben ) pro Tag eingenommen werden (6). Am besten gar nicht pur einnehmen, sondern nur den gesamten Grüntee oder Grünteeextrakt.  Negative Auswirkungen bei Konsum von grünem Tee auch in höherer Dosierung wurden dagegen nicht gefunden.

Eine Tasse Grüntee enthält ca. 150 mg EGCG (7).

 

Empfehlung: 2 - 5 Tassen grüner Tee pro Tag. Oder Grüntee-Extrakt (gibt´s auch als Kapseln).

 

Quellen:

  1. Lung Cancer. 2009 Sep;65(3):274-83. doi: 10.1016/j.lungcan.2008.12.002. Epub 2009 Jan 6.Green tea, black tea consumption and risk of lung cancer: a meta-analysis.Tang N1, Wu Y, Zhou B, Wang B, Yu R.
  2. Nutrition. 2016 Jan;32(1):3-8. doi: 10.1016/j.nut.2015.05.021. Epub 2015 Jul Green tea and liver cancer risk: A meta-analysis of prospective cohort studies in Asian populations.Huang YQ1, Lu X2, Min H1, Wu QQ1, Shi XT1, Bian KQ1, Zou XP3.
  3. Nutr Cancer. 2011;63(5):663-72. doi: 10.1080/01635581.2011.570895. Epub 2011 Jun 11.Green tea and black tea consumption and prostate cancer risk: an exploratory meta-analysis of observational studies.Zheng J1, Yang B, Huang T, Yu Y, Yang J, Li D.
  4. Nutr Cancer. 2013;65(1):1-16. doi: 10.1080/01635581.2013.741762.Effects of green tea, black tea, and coffee consumption on the risk of esophageal cancer: a systematic review and meta-analysis of observational studies.Zheng JS1, Yang J, Fu YQ, Huang T, Huang YJ, Li D.
  5. Nutr Cancer. 2019 May 2:1-11. doi: 10.1080/01635581.2019.159505 [Epub ahead of print]Effects of Coffee, Black Tea and Green Tea Consumption on the Risk of Non-Hodgkin's Lymphoma: A Systematic Review and Dose-Response Meta-Analysis of Observational Studies.Mirtavoos-Mahyari H1,2,3, Salehipour P1,3, Parohan M1,4, Sadeghi A1,4.
  6. Toxicol Lett. 2017 Aug 5;277:104-108. doi: 10.1016/j.toxlet.2017.0008. Epub 2017 Jun 24.Safety assessment of green tea based beverages and dried green tea extracts as nutritional supplements.Dekant W1, Fujii K2, Shibata E3, Morita O2, Shimotoyodome A3.
  7. Frühjahr 2003 Deutsches Tee-Institut Wissenschaftlicher Informationsdienst Tee Tee schützt vor Bakterien und Viren Prof. Dr. rer. nat. Peter Imming, Institut für Pharmazeutische Chemie, Philipps-Universität Marburg
  8. Public Health Nutr. 2017 Dec;20(17):3183-3192. doi: 10.1017/S136898001700220 Epub 2017 Oct 5.Association between green tea intake and risk of gastric cancer: a systematic review and dose-response meta-analysis of observational studies.Huang Y1, Chen H1, Zhou L1, Li G1, Yi D1, Zhang Y1, Wu Y1, Liu X1, Wu X1, Song Q1, Liu L1, Yi D1.
  9. Epigallocatechin 3-Gallate and Green Tea Catechins: United They Work, Divided They Fail Ann M. Bode and Zigang Dong
  10. Nutr Hosp. 2017 Jun 5;34(3):731-737. doi: 20960/nh.753.Effects of green tea and its epigallocatechin (EGCG) content on body weight and fat mass in humans: a systematic review[Article in Spanish; Abstract available in Spanish from the publisher]Vázquez Cisneros LC1, López-Uriarte P, López-Espinoza A, Navarro Meza M, Espinoza-Gallardo AC, Guzmán Aburto MB.
Über den Autor
Dr. Volker Zitzmann

7 Kommentare
  • Bei der Fermentation zum schwarzen Tee verlieren die Teeblätter durch Oxidations- und Gärungsprozesse einen Großteil der Catechine.
  • H. vor 1 Woche
    Interessanter Wirkungshintergrund. Besten Dank! Was verändert sich in der Zusammensetzung mit der Fermentation zum schwarzen Tee?
  • Hallo Nadine, ja für Matcha ganz besonders. Das ist die Luxus-Variante des Grüntee.
  • Nadine W. vor 2 Wochen
    Vielen Dank Volker. Gilt das auch für Matcha?
  • Martina vor 2 Wochen
    Vielen Dank für die tolle Info.
  • Petra vor 2 Wochen
    Danke für die Information. Es trifft sich gut, dass der Tee auch noch sehr gut schmeckt.
  • Kerstin vor 2 Wochen
    Vielen Dank für diesen Beitrag! Wie praktisch, dass wir schon seit Jahrzehnten "Grünteetrinker" sind...

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