Vitamine, Mikronährstoffe, Nahrungsergänzungsmittel vor und in der Schwangerschaft

Ein wichtiges Thema und häufig zurecht gefragt. Vor und während einer Schwangerschaft gilt es, besondere Nährstoffbedürfnisse des Körpers zu decken. Man will seinem -zukünftigen- Sprössling ja von allem das Beste mit auf den Weg geben.

Der bekannteste und wissenschaftlich sicherlich beste untersuchte Nährstoff im Zusammenhang mit der Schwangerschaft ist die Folsäure. Viele Studien konnten klar einen Zusammenhang zwischen einem Folsäuremangel und dem gehäuften Auftreten von Neuralrohrdefekten beim Fetus aufzeigen. Eine Substitution mit Folsäure verringert erheblich das Risiko von Missbildungen des Neuralrohres. Wichtig: schon vor Beginn der Schwangerschaft einnehmen, da in den ersten Wochen der Entwicklung des Föten schon eine ausreichende Folsäuremenge vorhanden sein sollte (1). Die offiziellen Empfehlungen für Folsäure sind 400 - 800 µg pro Tag. Teilweise werden deutliche höhere Dosen wie 1 - 4mg (1000 - 4000 µg) pro Tag, beginnend 3 Monate vor der Schwangerschaft bis 12 Wochen nach der Empfängnis, sowie anschließend 400 - 1000 µg pro Tag bis zum Ende der Stillperiode empfohlen (2), da es mehrerer Monate dauern kann, bis der Folsäurespeicher der roten Blutkörperchen tatsächlich adäquat aufgefüllt ist.

Der nächste wichtige Nährstoff ist das Eisen. Auch für Eisen konnten positive Effekte auf Geburtsparameter gezeigt werden. Bei einer vorhandenen Eisenmangelanämie kommt es häufiger zu einem niedrigen Geburtsgewicht (3). Jedoch scheint es eine U-förmige Beziehung zwischen Eisenstatus und dem Outcome zu geben. Heißt zu niedriges Hämoglobin und zu hohes Hämoglobin sind nachteilig. Der mittlere Bereich scheint das Optimum zu sein. (4) Also ein Hämoglobin-Wert zwischen ca. 11 und 14 g/dl (5). Die WHO empfiehlt eine tägliche prophylaktische Eisensubstitution mit 30 - 60 mg Eisen pro Tag für Schwangere. Zur Therapie einer Anämie in der Schwangerschaft werden 120 mg Eisen pro Tag für 3 Monate und anschließend die normale prophylaktische Dosis empfohlen (6).

Da Schwangere eine erhöhten Eisenbedarf haben und häufig einen Eisenmangel, sollte dieser und insbesondere eine Eisenmangelanämie unbedingt vermieden werden. Daher wird Schwangeren grundsätzlich eine generelle Eisenmangelprophylaxe mit 30mg Eisen pro Tag empfohlen (7).

Jod ist ein wichtiger Mikronährstoff des Menschen. Es ist bekannt, dass ein Jodmangel vor allem im Wachstum zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt mit dem Krankheitsbild des „Kretinismus“.

Was ist Kretinismus: angeborenes Jodmangelsyndrom, angeborener Schilddrüsenhormonmangel (gehäuft in Jodmangelgebieten = endemischer Kretinismus), Entsehung auch im Mutterleib, durch Schilddrüsenunterfunktion der Mutter mit folgenden Symptomen beim Kind: geistige Retardierung, Wachstumsstörungen (Minderwuchs, Zwergwuchs), dicke Zunge, Sprachstörungen, Hörstörungen, Taubheit, Fettleibigkeit, Bindegewebsschwäche, etc.

Kretinismus war früher vor allem in Jodmangelgebieten wie den Alpenländern sehr verbreitet. Nachdem die Schweiz 1922 eine Vorsorge mit Jodsalz durchführte, wurden dort danach keine Kretine mehr geboren. Heißt, wurde komplett ausgerottet. In Ländern der Dritten Welt besteht das Problem teilweise heute noch (8;9). Interessant: Schweiz führte die Jodprophylaxe bereits 1922 ein, Österreich 1959, und Deutschland?...... 1981 (tja, wir Deutschen sind da wie immer nicht so schnell).(10)

Auch heutzutage gibt es noch viele Länder mit einer insuffizienten Jodversorgung. Es wird geschätzt, dass global ca. 29,8% der Schulkinder (246 Millionen) eine unzureichende Jodversorgung haben (11).

In der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Jodbedarf. Die WHO empfiehlt für Schwangere 200µg Jod pro Tag (12).

Eine Studie an schwangeren Frauen aus einem Jodmangelgebiet konnte zeigen, dass deren Schilddrüsenhormon Thyroxin statistisch signifikant niedriger war, als von Schwangeren aus einem nicht-Jodmangelgebiet. Bei 50 % der Schwangeren aus dem Jodmangelgebiet kam es zu einer biochemischen Schilddrüsenunterfunktion.(13)

Aufgrund des erhöhten Jodbedarfes in der Schwangerschaft und Stillzeit wird von der DGE 230 - 260 µg Jod pro Tag empfohlen (14).

Sollte vor der Schwangerschaft schon eine Behandlung einer Unterfunktion mit Thyroxin stattgefunden haben, sollte die Dosis bei Beginn der Schwangerschaft aufgrund des erhöhten Bedarfes um ca. 50 % gesteigert werden. (15) Wichtig vor allem die Messung des TSH Wertes und entsprechende Anpassung. Aus oben genannten Gründen ist eine Schilddrüsenunterfunktion in der Schwangerschaft unbedingt zu vermeiden. (16)

Die Schilddrüse des Fötus entwickelt sich bereits ab der 11. Woche. Ab dann ist fetales Thyroxin nachweisbar (17). Die Produktion vom Thyroxin durch den Fötus reicht aber nicht aus. Daher ist der Fötus für das Wachstum und die Hirnentwicklung auf das Thyroxin der Mutter angewiesen. Trotzdem braucht der Fötus dann aber das Jod von der Mutter für seine Schilddrüse. Daher u.a. der erhöhte Jodbedarf in der Schwangerschaft.

(Bitte keine Megadosen Iod wie auf manchen unseriösen Internetseiten empfohlen wird. Megadosen Jod, also im hohen mg Bereich (also die 100 bis 1000-fache Dosis der empfohlenen Menge). Zu hohe Joddosen hemmen!!! die Schilddrüse und führen zu einer Unterfunktion. Das kann auch beim Fetus vorkommen (18). Diese hohen Megadosen von Jod im hohen mg Bereich sind unseriös!!! (normal sind 200 - 300 µg, also 0,2 - 0,3 mg und NICHT 5 - 12mg oder 50mg). Bitte immer auf den Unterschied µg und mg achten!!! 1 Milligramm sind 1000 Mikrogramm!!!)

Schlussfolgerung: Schwangere sollten eine tägliche Jodaufnahme von 250 µg Jod pro Tag haben. Eine niedrigere Dosis erhöht das Risiko für verschiedene Grade der Schilddrüseninsuffizienz bei beiden, bei Mutter und Fötus.(19)

Für Omega 3 Fettsäuren gibt es bisher viele Studien zu den umfangreichen positiven Wirkungen. Auch in der Schwangerschaft und für die Entwicklung des Embryos/Föten ist Omega 3 notwendig. In einer prospektiv, randomisierten Studie an werdenden Müttern wurde eine Gruppe mit Fisch-Öl und eine Vergleichsgruppe mit Oliven-Öl während der Schwangerschaft supplementiert. Der Nachwuchs wurde im Alter von 2 ½ Jahren auf die Auge- und Handkoordination untersucht. Ergebnis war, dass die Kinder aus der Fischöl-Gruppe eine signifikant bessere Auge-Hand-Koordination aufwiesen, als die Vergleichsgruppe (20).

Eine andere placebo-kontrollierte prospektive Doppelblindstudie an Schwangeren konnte Zeigen, dass die Neugeborenen von Müttern unter DHA(Omega-3)-Substitution im Alter von 9 Monaten signifikant bessere Ergebnisse in einem Problem-Lösungs-Test absolvierten (21).

Schon in einer älteren Studie 2003 konnte eine eindeutige signifikante Korrelation zwischen der mütterlichen Einnahme von DHA/EPA während der Schwangerschaft und dem IQ des Kindes im Alter von 4 Jahren nachweisen. (22)

Einfach gesagt: Fischöl Gabe (Omega 3, EPA/DHA) in der Schwangerschaft macht den Nachwuchs klüger. Ist also wichtig für die Nerven- und Hirnentwicklung.

Eine weitere langfristig angelegte Studie konnte eine signifikante Reduktion von Asthma Erkrankungen im Alter von 16 Jahren bei Kindern von Müttern zeigen, die in der Schwangerschaft Omega 3 – Fettsäuren eingenommen hatten. Das Risiko für das Auftreten eines Asthma bronchiale sank um 63 % in der Omega-3 Gruppe im Vergleich zu der Olivenöl Gruppe. (23)

Ein aktuelles Review von 2017 in Nutrients zeigte eine generelle Reduktion von allergischen Erkrankungen (auch atopisches Ekzem) des Nachwuchses unter Einnahme von Omega 3 Fettsäuren in der Schwangerschaft auf (24).

Eine Cochrane Metaanalyse von 2018 ergibt eine signifikante Reduktion von Frühgeburten unter Gabe von Omega 3 Fettsäuren. (25)

Schlussfolgerung: Omega 3 Fettsäuren sind, wie schon so oft von uns beschrieben, außerordentlich vorteilhaft für die Gesundheit. Das trifft ebenso für die Schwangerschaft und damit auch für das Neugeborene zu.

Offizielle Empfehlungen für die Dosierung in der Schwangerschaft gibt es bisher noch nicht. Jedoch waren die Dosis in positiven Studien, wie z. B. in diesen (26,27) bei 2,7 Gramm Omega 3 Fettsäuren (mit 1,6 Gramm EPA und 1,1 Gramm DHA). Andere Studien (z. B. diese 28) zeigten unter 900 mg Omega 3 keine Effekte. Scheint so, dass man eher im Bereich von 2 - 3 Gramm liegen sollte.

Da in unserer westlichen Ernährung ein Mangel an Omega 3 vorliegt und Schwangere einen erhöhten Bedarf haben, ist eine Substitution mit Fischöl Kapseln empfehlenswert. Alternativ wäre natürlich fettiger Kaltwasser-Seefisch (z. B. Lachs). Hier ist aber die Quecksilberbelastung gerade in der Schwangerschaft nicht zu vergessen. Auch in Fischöl-Kapseln kann Quecksilber enthalten sein. Die meisten kommerziellen Produkte enthalten ca. 1 ppm Quecksilber. Da scheint zunächst handelsüblicher Seefisch mit 0,05 ppm Quecksilber zunächst besser. Wenn man aber bedenkt, dass man Fischöl Kapseln 1 Gramm zu sich nimmt, und um die gleiche Menge Omega 3 zu bekommen 200 Gramm Seefisch essen muss, wird ersichtlich, dass die Quecksilber-Gesamtbelastung mit den Fischöl Kapseln deutlich niedriger ist. (28)

Studien zu diesem Thema konnten auch zeigen, dass der Konsum von Fisch in der Schwangerschaft bezüglich des Quecksilbergehaltes keine negativen Auswirkungen hatte (29, 30).

Bringt uns aber gleich zum nächsten Thema: Selen

Neben der bekannten positiven Wirkung von Selen für die Schilddrüse, gilt Selen auch als Antidot gegen Quecksilberbelastungen (31). Selen bindet Quecksilber im Körper und hilft damit bei der Ausscheidung von Quecksilber aus dem Körper. (32)

Eine Analyse zu diesem Thema (34) konnte zeigen, dass die Fertilität bei Frauen mit zunehmender Quecksilberbelastung sinkt, während sie mit zunehmendem Selenspiegel im Blut steigt.

Viele Studien zeigen eine Korrelation von Selen-Einnahme und Fertilität (auch beim Mann, da ein Mangel die Spermienqualität beeinträchtigt). (34) Selenmangel in der Schwangerschaft wird mit einem niedrigeren Geburtsgewicht, Fehlgeburten und Schäden am neuronalen- und Immunsystem des Feten assoziiert.

Eine Studie konnte zeigen, dass ein Selenspiegel im Blut von < 0,90 µmol/L in der 18. Schwangerschaftswoche eine schlechtere neuronale Entwicklung des Neugeborenen mit 6 Monaten hatte, während ein Selenspiegel der Mutter in der 36. Schwangerschaftswoche von < 0,78 µmol/L ein erhöhtes Risiko einer Infektion des Säuglings in den ersten 6 Lebenswochen zeigte. (35). Heißt, werdende Mütter sollten eine Blutspiegel von Selen von über 0,9 µmol/L anstreben (oder über 71 µg/l = konventionelle Einheit).

Die DGE empfiehlt die Einnahme von 60 µg Selen pro Tag für Schwangere (36). Das amerikanische National Institutes of Health (NIH) gibt ebenfalls 60 µg Selen pro Tag für Schwangere an. (37) Die tolerable Höchstdosis für Erwachsene wird mit 400 µg/Tag angegeben, hierbei gibt es aber keine Dosisangabe für Schwangere. Daher sollten Schwangere nicht bis zu dieser oberen Grenzdosis gehen, aber ebenso einen Mangel vermeiden. Mit 60 - 150 µg Selen pro Tag ist man im sicheren Bereich. Im Zweifel: Im Blut messen!

Nicht nur in Entwicklungsländern, auch mitteleuropäische Länder ist ein niedriger oder unzureichender Selenstatus häufig. (38) Eine Untersuchung in England (UK) zeigte, dass die meisten Frauen nicht die empfohlenen Mengen von Selen einnahmen. Eine Studie aus Polen konnte zeigen, dass die durchschnittliche Einnahme von Selen bei 20 µg pro Tag war (39), also weit unterhalb der empfohlenen Menge von 60 µg pro Tag. 

Heißt: in der Nahrung ist sehr oft nicht genug enthalten. Daher empfiehlt sich eine Substitution von Selen um einen Mangel zu vermeiden.

 

Man könnte noch lange, lange weitermachen, schließlich gibt es 47 essentielle Nährstoffe, die der Mensch braucht. Und Schwangere ganz besonders. Selbstverständlich brauchen Schwangere ganz besonders auch ausreichend Magnesium, Vitamin D3 und viele andere. In der Regel gilt das gleiche wie für andere Menschen. Schwangerschaft ist keine Krankheit. Aber sicherlich ein Zustand der eine erhöhte Aufmerksamkeit für Gesundheit verdient hat. Auch Bewegung ist in der Schwangerschaft wichtig und empfehlenswert. Darüber haben wir bereits berichtet. Es gilt also auch und vor allem in der Schwangerschaft die Grundprinzipien eines gesunden Lebensstils zu beachten, wie ausgewogene, abwechslungsreiche und damit mikronährstoffreiche Ernährung (+NEM), ausreichend Wasser, Bewegung und natürlich insbesondere regelmäßige Regeneration.

 

PS: Leider liest man im Internet, wenn man nach Vitaminen oder Nahrungsergänzungsmitteln sucht, viele unseriöse Dinge und wenig wissenschaftlich fundierten Aussagen, gerade über NEM in der Schwangerschaft. Häufig liest man da pauschale Aussagen wie „Vitamine in der Schwangerschaft sind nicht notwendig“ oder „Vitamine in der Schwangerschaft schädlich“ oder ähnliches. Solche Pauschalen unwissenschaftlichen Aussagen sind UNSERIÖS und abzulehnen. Pauschale einseitige Aussagen sind fast immer falsch, genau wie so häufig Extreme (= Extremismus/Fanatismus) falsch sind. Wir empfehlen immer die optimale gesundheitliche Mitte. Daher auch die Dosisangaben. So wie eine Unterversorgung zu vermeiden, werden wir auch nicht mutwillig eine massive Überdosierung mit der 10- oder 100-fachen Dosis durchführen. Ein bisschen Vernunft ist da jedem mündigen Bürger zuzutrauen. Jeder der Lesen kann, kann auch die Dosierungen auf der Verpackung lesen, z. B. wie wir gelernt haben, ist Eisen wichtig in der Schwangerschaft. Wir werden also sicherlich nicht gar kein Eisen zuführen, aber keine Schwangere würde (hoffentlich) auf die Idee kommen, anstatt 30 oder 60 mg Eisen, 300 mg Eisen täglich zu sich zu nehmen. Auch für das Vitamin A gibt es Obergrenzen. So wichtig Vitamin A auch ist, und die Empfehlung für Schwangere bei 2500 IE Vitamin A pro Tag liegt, liegt die oberste Dosis die keine negativen Wirkungen für Schwangere aufweist bei 10.000 IE pro Tag (40), so wird also keine Schwangere, die lesen kann, auf die Idee kommen 25.000 oder 100.000 IE Vitamin A zu nehmen. Während Vitamin A Mangel ein Risiko für die Mutter und das Neugeborene ist, ist eine Überdosierung ebenso zu vermeiden. Daher sind extreme Aussagen, wie null Vitamin A oder jedes zusätzliche Vitamin A wäre zuviel, unseriös. Der sichere Bereich von Vitamin A geht bis 10.000 IE. Wenn man also 2500 oder gar das doppelte von 5000 IE pro Tag supplementiert, ist man immer noch weit im sicheren Bereich. Warum also nicht 2500 supplementieren. Man riskiert keinen Mangel und ist weit weg von einer Überdosierung. Diese ganz oder gar nicht Mentalität im Internet ist daher vollkommen unverständlich und abzulehnen. Solche Absolutismen sind unwissenschaftlich und unseriös, auch wenn sie teilweise von ärztlichen Kollegen oder offiziellen Einrichtungen kommen, die sich selbst leider mit dem Thema in gar keiner Weise auskennen. Entschuldigung, dass der Artikel nun so lange war und selbst da noch längst nicht alle Themen über NEM in der Schwangerschaft abgehandelt sind, aber ich denke einige sehr wichtige Punkte und vielleicht ein paar Anregungen zu weiterem Lesen und Nachforschen konnte ich heute mitgeben. Aber gerade aus dem zuvor genannten Grund, dass es leider viel zu viel unwissenschaftliche, pauschalisierte Aussagen zu diesem Thema gibt, musste der Artikel so umfangreich sein. Man kann hier nicht einfach so oder so behaupten, sondern muss das Ganze im Verhältnis sehen, wieviel ist gut und was können Vitamine und andere NEM unglaublich Gutes tun, wenn sie korrekt dosiert werden. Auch so viel Text und Studien, um zu zeigen wieviel weltweit daran geforscht wird: ganz unten leider eine sehr lange Liste mit den wissenschaftlichen Artikeln, aber auch nur ein Bruchteil von den vielen Tausenden die es zu diesem Thema gibt. Wenn dann irgendwelche (Fach-)Leute kommen, die keine einzige von diesen tausenden Studien gelesen haben und irgendwelche Dinge behaupten, so aus einem Bauchgefühl heraus, dann fällt mir dazu nichts mehr ein. Nun, also so viel Text, um diesem wichtigen Thema zumindest ein klein wenig gerecht zu werden. Aber schließlich geht es um den Nachwuchs und für den würde doch, denke ich, jeder Elternteil nur das Allerbeste wollen und keine Mühen scheuen. Und wenn es neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf der Welt zu diesem Thema gibt, dann ist das doch allemal erwähnenswert, oder?

 

 

Quellen:

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  2. J Obstet Gynaecol Can. 2007 Dec;29(12):1003-1013. doi: 10.1016/S1701-2163(16)32685-8.Pre-conceptional vitamin/folic acid supplementation 2007: the use of folic acid in combination with a multivitamin supplement for the prevention of neural tube defects and other congenital anomalies.[Article in English, French]Wilson RD1; GENETICS COMMITTEE; MOTHERISK.
  3. J Nutr. 2012 Feb;142(2):358-62. doi: 10.3945/jn.111.149237. Epub 2011 Dec 21.Moderate to severe, but not mild, maternal anemia is associated with increased risk of small-for-gestational-age outcomes.Kozuki N1, Lee AC, Katz J; Child Health Epidemiology Reference Group.
  4. Am J Clin Nutr. 2017 Dec; 106(Suppl 6): 1694S–1702S.Published online 2017 Oct 25. doi: 10.3945/ajcn.117.156075PMCID: PMC5701708PMID: 29070565U-shaped curve for risk associated with maternal hemoglobin, iron status, or iron supplementation Kathryn G Deweycorresponding author and Brietta M Oaks
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5701708/figure/fig2/?report=objectonly
  6. Prevention and control of iron-deficiency anaemia in women and childrenReport of the UNICEF/WHO regional consultation https://www.who.int/nutrition/publications/micronutrients/anaemia_iron_deficiency/UNICEF_WHO_ida_consutlation_report.pdf?ua=1   (Seite 82, Seite 84)
  7. https://www.aerzteblatt.de/archiv/77264/Gynaekologie-Eisenmangel-rasch-identifizieren
  8. Historisches Lexikon der Schweiz. http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D22716.php
  9. Pediatrics. 2015 Apr;135(4):594-6. doi: 10.1542/peds.2014-3718.Iodine and the "near" eradication of cretinism.Syed S1.
  10. https://de.wikipedia.org/wiki/Jodprophylaxe
  11. Curr Opin Endocrinol Diabetes Obes. 2012 Oct;19(5):382-7. doi: 10.1097/MED.0b013e328357271a.Update on iodine status worldwide.Zimmermann MB1, Andersson M.
  12. Thyroid. 2001 May;11(5):471-81.Pregnancy and iodine. Glinoer D1.
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Über den Autor
Dr. Volker Zitzmann

3 Kommentare
  • Ulrike vor 1 Woche
    Vielen Dank, nur leider ein Jahr zu spät, jetzt würde mich der zusätzliche Vitaminbedarf in der Stillzeit brennend interessieren.
  • Reinhild vor 1 Woche
    Dankeschön für diesen interessanten Beitrag,der gern für jedermann gemacht ist.
  • Sabrina vor 1 Woche
    Sehr gut geschrieben und toll erklärt. Vielen Dank!

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