PURE Studie: Milch und kardiovaskuläres Risiko

  • Von Dr. Volker Zitzmann
  • 17. November 2018
  • Letzte Änderung: 19. November 2018
  • 6 Kommentare
  • 2 min Lesezeit

 

Über die Pure Studie haben wir schonmal berichtet. Ich hatte schon angekündigt, dass wir immer wieder mal neue Daten der noch laufenden großen PURE-Studie aufzeigen.

Aktuell im Lancet sind neue Ergebnisse aus der Studie erschienen: es wurde der Zusammenhang in der Bevölkerung zwischen Aufnahme von Milchprodukten und dem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen (Herzinfarkt, Schlagfanfall) untersucht. Das Ergebnis war, dass die Aufnahme von Milchprodukten mit einem geringeren Mortalitätsrisiko (Sterberisiko) und einem geringeren Auftreten von kardiovaskulären Erkrankungen einhergeht. Das Risiko z. B. für einen Schlaganfall (Stroke) sank bei Aufnahme von > 2 Portionen Milch (Servings per Day) im Vergleich zu keiner Milchaufnahme um 34 % (HR 0,66; 0,53 - 0,82, p= 0,0003).

PS: Dies soll keine Diskussion über pro und kontra Milch im Allgemeinen aufbringen. Die einen vertragen es, andere nicht. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Auch über die Zustände der Herstellung von Milch möchten wir uns nicht äußern. Milch scheint aber doch einige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente zu enthalten und vor allem gutes Eiweiß - daher empfehlen wir auch schon immer Molke-Eiweiß = Whey-Protein, da dieses die höchste biologische Wertigkeit besitzt. Gutes Eiweiß hat schon seinen Grund. Wir wissen zwar nicht, ob es das Eiweiß in der Milch ist oder andere Bestandteile (oder alles?), die zu diesem Ergebnis geführt haben, aber im Zusammenhang was wir über die positiven Wirkungen vom Eiweiß wissen, wäre das schon eine gute Erklärung, zusammen mit den Vitaminen und anderen Mikronährstoffen.

 

Quelle:

Lancet. 2018 Sep 11. pii: S0140-6736(18)31812-9. doi: 10.1016/S0140-6736(18)31812-9. [Epub ahead of print]Association of dairy intake with cardiovascular disease and mortality in 21 countries from five continents (PURE): a prospective cohort study.Dehghan M1, Mente A2, Rangarajan S3, Sheridan P3, Mohan V4, Iqbal R5, Gupta R6, Lear S7, Wentzel-Viljoen E8, Avezum A9, Lopez-Jaramillo P10, Mony P11, Varma RP12, Kumar R13, Chifamba J14, Alhabib KF15, Mohammadifard N16, Oguz A17, Lanas F18, Rozanska D19, Bostrom KB20, Yusoff K21, Tsolkile LP22, Dans A23, Yusufali A24, Orlandini A25, Poirier P26, Khatib R27, Hu B28, Wei L28, Yin L28, Deeraili A29, Yeates K30, Yusuf R3, Ismail N31, Mozaffarian D32, Teo K3, Anand SS3, Yusuf S33; Prospective Urban Rural Epidemiology (PURE) study investigators.

 

 

 

Über den Autor
Dr. Volker Zitzmann

6 Kommentare
  • Linda vor 2 Tagen
    Oh... ich trinke von klein auf JEDEN Morgen eine Tasse Milch mit Kakao, dann werde ich es wohl beruhigt weitermachen...🙂
  • Gabriele Zitzmann vor 3 Wochen
    Super! Danke!
  • Ursula H. vor 3 Wochen
    Das ist ja sehr schön zu hören. Ich trinke sehr gerne Buttermilch. Denke mal, dies hat den gleichen Effekt. Vielen Dank für diese tolle Neuigkeit.
  • Ina R. vor 3 Wochen
    Danke schön
  • Reinhild vor 3 Wochen
    Das ist ja ein sehr beruhigendes Ergebnis der Studie für mich als Milchliebhaber - prima!
  • Anja M. vor 3 Wochen
    Danke Doc!

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