Bewegung gegen Bluthochdruck

Eine große neue Meta-Analyse von 391 Studien im British Journal of Sports Medicine (1) konnte eindeutig zeigen: Sport hilft Menschen mit Bluthochdruck genauso effektiv den Blutdruck zu senken, wie die üblichen Blutdruckmedikamente (ACE-Hemmer, Betablocker, Diuretika).

Wissen wir alle zwar seit 20 Jahren, aber leider in der deutschen Universitätsmedizin und damit in vielen Arztpraxen noch lange nicht vollständig angekommen. Liegt nicht nur am begrenzten Horizont derselben, sondern vor allem an der Bequemlichkeit. Der Griff zum Rezeptblock und eine Tablette aufschreiben ist für Arzt und Patient leider einfacher und bequemer. Wenn man aber die Nebenwirkungen der Medikamente bedenkt und vor allem all die anderen hunderte von positiven Effekten von Sport auf die Gesundheit, ist die Sache mit den Pillen klar die schlechtere Wahl.

Eine wichtige Erkenntnis aus der ganz aktuellen Studie, die wir auch schon oft erwähnt haben, ist, dass es vollkommen egal ist, welchen Sport man macht. Hauptsache man macht was.

Egal ob Ausdauertraining, Krafttraining, oder beides. Alle hatten denselben Effekt: Blutdrucksenkung, genau so effektiv wie Blutdrucktabletten. Die offizielle Empfehlung: mindestens 30 min pro Tag. Irgendein Kurs der Spaß macht, egal welcher. Einmal täglich, möglichst 5 Tage die Woche (gerne auch 6 oder 7 Tage, dabei aber auch die Regeneration nicht vergessen!).

Warum ich den Artikel erwähne, auch wenn das Wissen daraus nichts Neues für uns ist? Weil genau das der Grund ist, wozu es pur-life gibt. Gesundheit online, zu Hause, für jeden, ohne Nebenwirkungen und auch mit -hoffentlich- noch Spaß dabei.

 

Quellen:

Br J Sports Med. 2018 Dec 18. pii: bjsports-2018-099921. doi: 10.1136/bjsports-2018-099921. [Epub ahead of print]How does exercise treatment compare with antihypertensive medications? A network meta-analysis of 391 randomised controlled trials assessing exercise and medication effects on systolic blood pressure.Naci H1, Salcher-Konrad M1, Dias S2,3, Blum MR4,5,6, Sahoo SA7, Nunan D8, Ioannidis JPA5,6,9.

 

Über den Autor
Dr. Volker Zitzmann

11 Kommentare
  • Rita S. vor 3 Monaten
    Ich habe Bluthochdruck und dadurch Linksschenkelblock im Herzen . Der linksschenkelblock geht weg wenn ich mein Bluthochdruck im griff bekomme und kein Arzt hat mir Sport empfohlen , das habe ich erst hier gelesen das man sport machen soll damit man gesund wird .
  • Ute M. vor 3 Monaten
    @Ulla: Vielleicht hilft Dir das: Eine Bekannte hat vom Arzt bei Bluthochdruck ganz mäßiges Laufen empfohlen bekommen: Sie sollte nicht über einen bestimmten, recht niedrigen Puls laufen. (Sie war auch schlank und hat sich auch sonst bewegt. Leier weiß ich sonst nichts mehr über ihren Fall) - Daher ist bei Dir Ursachenforschung sicher angebracht, bevor Empfehlungen ausgesprochen werden! Ich glaube dennoch, dass Du eher die Minderheit der Bluthochdruckpatientinnen repräsentierst, auch wenn Dir das konkret natürlich garnichts hilft.
  • Susi vor 3 Monaten
    @Ulla: es gibt so viele unterschiedliche Ursachen für Bluthochdruck, aber die Ursachenforschung ist für Ärzte da überhaupt kein Thema. Nicht immer ist es das Übergewicht oder Bewegungsmangel, aber wenn doch sollte hier unbedingt angesetzt werden. Schilddrüse wurde schon kontrolliert?
  • Ulla vor 3 Monaten
    Ich wünschte ich könnte dem allen so zustimmen. Ich habe Bluthochdruck, bin schlank und mache bei purlife seit 4,5 Jahren intensiv Sport, davor war ich laufbegeistert (ca 4 mal in der Woche plus Gerätetraining). Bei mir hilft der Sport leider nicht. 😒 Ansonsten fühle ich mich ja fit, aber ein normaler Blutdruck wäre toll. Meine Hausärztin meinte ich solle weniger!!! trinken und wollte mir noch zusätzlich Wassertabletten verschreiben ..... Ich wechsle übrigens die Hausärztin... 😉 Also falls jemand noch eine Tipp hat...
  • Ute M. vor 3 Monaten
    @Karin und Anette: Ja, da kenne ich auch viele Patienten, die das so machen, da habt Ihr Recht. Doch meine Erfahrung ist: Trotz Diagnose Prädiabetes, war die Ansage vom Diabetologen: Ja, da macht man nichts. Abwarten. Ansage von meiner Gyn, der ich dass Ergebnis auch vorlegte: Tja, wenn Sie so weitermachen, dann ist in 5 Jahren die Bauchspeicheldrüse kaputt. Incl. ein paar wenigen richtigen Tipps. - Was soll ich von Ärzten, bzw. Diabetologen halten, die noch nicht wenigstens einmal sagen was richtig ist? Meine Bekannten nehmen ihre Tabletten und halten mich für doof, wenn ich sage, dass Hefezopf auch eine Süßigkeit ist. Weil ihr Arzt nie was zu ihnen gesagt hat.
  • karin p. vor 3 Monaten
    Da muss ich der Annette recht geben. Ich habe im Gesundheitsbereich gearbeitet, und auch mit der Diabetikerambulanz - die meisten Patienten wollen nicht Sport betreiben, oder sich gesünder ernähren. Sie wollen eine Tabl. die alles regelt. Und wenn der Arzt es Ihnen nicht gibt, dann wird er beschimpft, wird kritisiert und viele beschweren sich auch. Dann geben die Ärzte auf. Wir haben im Wartesaal einmal einen Bewegungskurs gestartet außerhalb der Öffnungszeiten. Es waren ganz wenige, die sich angemeldet haben. Ja, das ist leider die Realität.
  • Annette vor 3 Monaten
    Vollkommen richtig. Doch bitte schimpft nicht so auf die Ärzte, lieber auf die Patienten. Viele Ärzte geben innerlich auf, denn der Patient ist der Bequeme. Er bekommt doch alles und dann schimpft er noch, wenn er ein Rabattvertragarzneimittel bekommt und nicht das, welches er immer hat. Und nun auch noch Sport machen. Er zahlt ja immerhin Kassenbeiträge und deswegen hat er ein Anrecht auf seine Medikamente. Handelt der Arzt konsequent, dann ist er der "Böse", da er nicht verordnen möchte. Denn Sport ist für den Patienten zu "einfach". Da muss er sein Leben verändern und er muss den Sport sogar bezahlen. Die Tabletten zahlen die Krankenkasse. Vielleicht müsste man unser Gesundheitssystem ändern....
  • Ute M. vor 3 Monaten
    Da fällt mir ein: Wie war das mit der Genfer Deklaration des Weltärztebundes (moderner Hippokratischer Eid)? "Die Gesundheit und das Wohlergehen meiner Patientin oder meines Patienten werden mein oberstes Anliegen sein." und "Ich werde mein medizinisches Wissen zum Wohle der Patientin oder des Patienten und zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung teilen. " Da ist für Bequemlichkeit eigentlich kein Platz!
  • Ute M. vor 3 Monaten
    Es ist doch unglaublich, wie viele Ärzte das, was eigentlich schon seit vielen Jahren bekannt ist, total ignorieren, und damit ihren Patienten viele Jahre deren Lebens rauben. Diese Heerscharen von Altersdiabetikern, die mit Medikamenten in den viel zu frühen Tod geschickt werden, statt von den niedergelassenen Ärzten mal deutlich gesagt zu bekommen, was sie zu tun haben.
  • Reinhild vor 3 Monaten
    Schön zu wissen, daß diese Pillen mit Nebenwirkungen dank Purlife nicht zur Anwendung kommen. Gesundheit ist zum großen Teil Eigenverantwortung und Eigeninitiative .
  • Elke vor 3 Monaten
    dem stimme ich absolut zu. Einzig der "innere Schweinehund" ist zu überwinden. Fangt einfach an mehr Bewegung in den Alltag zu bringen...und wenn es nur 5 Minuten täglich für den Anfang sind. Aus täglich disziplinierten 5 Minuten werden dann auch leicht mehr .... Nebeneffekt: Sobald man die sportliche Bewegung gemacht hat - wird das "Glückshormon" aktiviert und du wirst dich danach besser fühlen. Mit der Zeit reduziert sich dein Tablettenkonsum - einzig ein bisschen Geduld - Es geht nicht über Nacht! - Nach einem Jahr wirst du eine spürbare Veränderung erleben und dein 2. Leben kann beginnen...

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