Bluthochdruck

Eine Metaanalyse im American Heart Journal konnte zeigen, dass eine Supplementation mit der semiessentiellen Aminosäure Arginin den Blutdruck signifikant senken konnte. Systolisch um 5,39 mmHG und diastolisch um 2,66 mmHG.

Eine andere Metaanalyse konnte zeigen, dass eine Erhöhung der Eiweißaufnahme mit der Nahrung pro 40 Gramm Eiweiß mehr am Tag den Blutdruck systolisch um 1,8 und diastolisch um 1,1 mmHG senken konnte.

Omega-3-Fettsäuren (Fischöl) bei einer durchschnittlichen Aufnahme von 3,7 Gramm pro Tag können den Blutdruck um systolisch 2,1 und diastolisch 1,6 mmHG senken.

Auch Magnesium senkt signifikant den Blutdruck. Pro 75,6mg/1000kcal um systolisch 1,5 und diastolisch 0,6 mmHG. Das gilt auch für Calcium.

Regelmäßige Bewegung senkt den systolischen und diastolischen Blutdruck im Schnitt um 5-10 mmHG.

Gewichtsreduktion senkt den Blutdruck um durchschnittlich 1mmHG pro Kilogramm Gewichtsabnahme, heißt bei 5 kg Gewichtsabnahme um ca. 5mmHG systolisch und diastolisch.

Eine Kombination aus allen Lifestyle-Faktoren senkt den Blutdruck im Durchschnitt systolisch und diastolisch um ca. 10mmHg.

Zum Vergleich: nicht-selektive Betablocker senken den Blutdruck im Schnitt um systolisch/diastolisch 10/7 mmHg.

Mit Bewegung, gesunder Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln kann man den Blutdruck auf gesunde Weise ebenso stark senken, wie mit Betablockern (Achtung: manchmal braucht man aber beides). Ersteres hat viele weitere positive gesundheitliche Effekte. Die weiteren Effekte von letzterem, den Betablockern dagegen: Müdigkeit, Gewichtszunahme, Diabetes, Depression, Impotenz, Leistungsabfall, Asthma, u.v.m.

Und soll ich Ihnen ein Geheimnis verraten: die meisten Menschen nehmen doch lieber eine Pille, anstatt sich zu bewegen. Jetzt wo Sie dieses Geheimnis kennen, ran an die Kurse und an die guten Nahrungsmittel.

PS: Und bitte auf keinen Fall selbständig irgendwelche Blutdrucktabletten absetzen. Das kann zu einem Rebound Effekt führen und der Blutdruck kann dann mit dramatischen Folgen extrem nach oben schießen. Man muss solche Medikamente, wenn dann nur unter ärztlicher Aufsicht absetzen und das Ganze langsam. Schrittweise unter regelmäßiger Blutdruckkontrolle reduzieren. Sonst kann das sehr gefährlich werden.

Auch hier gilt wieder die Basis ist immer zu beachten, Bewegung und gesunde Ernährung, ggf. Nahrungsergänzungsmittel (NEM). Und erst wenn die Basis nicht ausreichend ist, dann müssen manchmal Medikamente zusätzlich sein. Heißt aber nicht, dass man auf die Basis verzichten kann. Medikamente sind kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil, höchstens manchmal ein notwendiger Zusatz. Und nur weil man sich jetzt vornimmt, demnächst mal gesünder zu leben, heißt das nicht, dass man schon mal anfangen kann, seine Medikamente zu reduzieren. Wie gesagt, dann nur unter ärztlicher Aufsicht!

Zusammenfassung: Hilfreich vor und gegen Bluthochdruck:

  • Regelmäßige Bewegung, Krafttraining/Muskelaufbau, Ausdauertraining
  • Gewichtsreduktion (insbesondere Fettmasse reduzieren, Muskeln aber aufbauen)
  • Eiweiß (hilft bei der Gewichtsreduktion und dem Muskelaufbau), insbesondere die Aminosäure Arginin senkt den Blutdruck
  • Magnesium / Calcium (und dazu ausreichend Vitamin D, sonst wird das Calcium nicht aufgenommen)
  • Kalium (im Obst und Gemüse)

https://www.jstage.jst.go.jp/article/jat/advpub/0/advpub_30000/_pdf

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22137067

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12638269

http://jpubhealth.oxfordjournals.org/content/20/4/441.long

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24585007

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26634368

Über den Autor
Dr. Volker Zitzmann

2 Kommentare
  • Arnold M. vor 44 Minuten
    Herzlichen Dank
  • Natascha vor 11 Monaten
    Klasse! Endlich ein Arzt, der um die Wirkung der Mikro- und Makronährstoffe weiß und dazu auch beiträgt, dieses Wissen zu verbreiten. Danke!

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