Medizin heutzutage

Es gibt über 6 Millionen Diabetiker (Typ 2) in Deutschland. Menschen mit Zuckerkrankheit. Mit all den möglichen dramatischen Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Infektionen, Blindheit, Durchblutungsstörungen der Beine, diabetischer Fuß mit nicht selten notwendigen Amputationen und vieles mehr. Dabei gibt es eine einfache Prophylaxe und Therapie dieser Krankheit: Bewegung und gesunde Ernährung, vor allem keine Kohlenhydrate = Zucker. Das ist bewiesen. Was macht aber die Medizin? Anstatt das zu fördern was wirklich hilft? Es wird ein neues Medikament auf den Markt gebracht und groß gefeiert (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=59798)

Hier eine Studie zu einem neuen Diabetes Medikament Empagliflozin: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26378978

Da wird ein neues Medikament als der große neue Durchbruch gefeiert. Empagliflozin. Und in der Studie steht: der Endpunkt der Studie war tödliche Herz-Kreislauferkrankungen, nicht-tödlicher Herzinfarkt und nicht-tödlicher Schlaganfall. Dieser Endpunkt trat unter dem neuen Medikament nach einer Einnahme von durchschnittlich 3,1 Jahren in 10,5% der Fälle und unter Placebo in 12,1% der Fälle auf. Also 1,6 Prozent seltener. Entspricht einer relativen Risikoreduktion um 14%.

Zum Vergleich: 54% Risikoreduktion durch Bewegung. Mehrfach bewiesen und seit Jahren bekannt. Wir haben schon öfters die Paffenbarger Harvard Alumni Study erwähnt. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2213927/pdf/11852614.pdf)

54% nur durch reichlich Bewegung (in der Studie 3000-4000 kcal pro Woche). Selbst mit weniger Bewegung von nur 500-1000 kcal extra pro Woche, war in der Paffenbarger Studie das Sterblichkeitsrisiko um 27% vermindert. 27% geringeres Risiko durch 1-2 Stunden Sport pro Woche. Zum Vergleich: nur 14% mit dem neuen Medikament.

Die Entwicklung eines neuen Medikamentes kostet heutzutage ca. 1 bis 1,5 Milliarden Euro. Was glauben Sie wer das am Ende bezahlt? Wird sicher kein Geschenk von der Pharmaindustrie sein.

Was macht eigentlich Empagliflozin? Es fördert die Zuckerausscheidung über die Niere, damit man den überschüssigen Blutzucker einfach über den Urin los wird. Eigentlich eine sehr gute Idee. Den überschüssigen Zucker los werden. Warum aber nicht einfach keinen mehr essen? Low-Carb? Man spart sich das Medikament und die Nebenwirkungen, z.B. Blaseninfektionen. Denn der Zucker im Urin ist der perfekte Nährboden für Bakterien. Bitte nicht falsch verstehen, ich finde die Idee dieses neuen Medikamentes sehr gut. Besser als die alten Antidiabetika, die die Insulinfreisetzung fördern. Zu viel Zucker, mehr Insulin, Gewichtszunahme durch Insulin, mehr Insulinresistenz, noch mehr Medikamente, noch höherer Insulinspiegel, usw. Ein Teufelskreis. Da finde ich die Idee, den Zucker mit dem Urin los zu werden doch deutlich besser. Aber noch besser finde ich Bewegung, Zucker verbrennen und weniger Kohlenhydrate = Zucker, dafür mehr Eiweiß essen. Funktioniert besser als jedes Medikament.

Also nochmal zum Vergleich: ein neues teures Medikament reduziert die Sterblichkeit bei Diabetikern um 14%. Ein bisschen Bewegung um 27%. Viel Bewegung um 54%. Und keine Kohlenhydrate/Zucker in der Nahrung heißt kein Diabetes, man hat also erst gar nicht das Problem.

Und nun, warum ist die Medizin heutzutage so wie sie ist? Ganz einfach. Sagen wir mal jeder Diabetiker bekommt das neue Medikament. Kostet 75€ pro Monat pro Person. Für 6 Mio Diabetiker pro Jahr hieße das 5,4 Milliarden Euro pro Jahr kosten, also weniger im Gesundheitstopf, weniger für Ihren Arzt (und da gibt´s noch ganz viele andere teure Medikamente die noch weniger wirken). Ihr Arzt hat also anstatt bisher 5 Minuten für Ihre Behandlung nur noch 3 Minuten. Kann er dem Patienten in den 3 Minuten erklären, dass Bewegung so wichtig für die Gesundheit ist? Dass der Patient, der nur auf der Couch sitzt und Kohlenhydrate isst, seinen Lebensstil ändern muss? Und kann er in den 3 Minuten nicht nur das sagen, sondern ausführlich erklären, anleiten und motivieren? Nein. Aber das Rezept ist in den 3 Minuten schnell ausgestellt. Die Kosten steigen, der Arzt hat noch weniger Zeit. Und so wird sich diese Spirale nun immer weiter drehen. Einfacher Ausweg: Schalten Sie pur-life ein - Gesundheit durch Wissen!


N Engl J Med. 2015 Sep 17. Empagliflozin, Cardiovascular Outcomes, and Mortality in Type 2 Diabetes. Zinman B1, Wanner C, Lachin JM, Fitchett D, Bluhmki E, Hantel S, Mattheus M, Devins T, Johansen OE, Woerle HJ, Broedl UC, Inzucchi SE; EMPA-REG OUTCOME Investigators.
Über den Autor
Dr. Volker Zitzmann

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