Prophylaxe

Prophylaxe ist die beste Medizin
Das kann jeder bestätigen, der mal das Erlebnis hatte, die Windpocken durchzumachen. Da hätte man dann doch lieber eine Impfung vorher gehabt. Wenn die Krankheit erstmal da ist, ist es um ein Vielfaches schwieriger, was dagegen zu tun, falls überhaupt was getan werden kann. Bei Windpocken zum Beispiel ist kaum was zu machen, da muss man dann durch (kann ich aus leidvoller Erfahrung bestätigen, ich war 3). Daher ist die Prophylaxe so wichtig. Man weiß heutzutage viel über Prophylaxe, gerade durch groß angelegte Langzeitstudien. Wir wissen z. B., dass Vitamin D eine Prophylaxe gegen Osteoporose, aber auch gegen Herz-Kreislauferkrankungen und sogar einige Krebsarten ist. Das schlimme an der Prophylaxe ist, dass man schon was tun muss, ohne dass man Beschwerden hat. Die meisten Menschen kümmern sich oft erst um etwas, wenn sie es müssen oder Schmerzen sie dazu treiben. Ist aber leider nicht halb so gut und effektiv wie die Prophylaxe. Nur muss man die machen, obwohl es einem gut geht. Das fällt erstmal schwer. Und viele denken gar nicht daran etwas zu tun, solange es ihnen noch gut geht. Gut, dass es aber auch noch sowas wie die Sekundärprophylaxe gibt. Und sogar die Tertiärprophylaxe.
Wir unterscheiden in der Medizin folgende Formen der Prophylaxe:


Primärprophylaxe: das Vorbeugen einer Erkrankung (z. B. Vorbeugen eines Herzinfarktes)


Sekundärprophylaxe: Verhinderung weiterer Folgeerkrankungen (z. B. Verhindern eines weiteren Herzinfarktes, wenn schonmal einer vorhanden war, also den zweiten Herzinfarkt verhindern)


Tertiärprophylaxe: Maßnahmen, die die Verschlimmerung oder Auswirkungen einer chronischen Erkrankung verhindern (z. B. das Fortschreiten einer Arteriosklerose aufhalten; die Beschwerden eines chronischen Asthma bronchiale lindern, die Lebensqualität nach einem Schlaganfall zu verbessern)


Wie man sieht, es gibt nicht nur die Primärprophylaxe. Man kann auch noch was tun, wenn die Erkrankung schon da ist.
Die beste Prophylaxe gegen fast alles ist Bewegung und gesunde Ernährung. Prophylaxe ist das, was wir bei pur-life machen. Die Bewegung, die Ernährung, die Mikronährstoffempfehlungen. Primär, Sekundär und Tertiär. Wie oben erwähnt: Prophylaxe ist die effektivste Form der Medizin, die wir kennen. Beispiel: Man kann durch eine Impfung(=Prophylaxe) eine tödliche Krankheit verhindern. Nehmen wir als Beispiel das Rabies-Virus (Tollwut): Eine Impfung schützt zu 100 % davor. Wenn die Erkrankung aber ausgebrochen ist, ist die Krankheit zu 100 % tödlich. Immer. Man kann nichts mehr dagegen tun. Es gibt keine Chance auf Heilung. Der Tod ist unausweichlich. Ist ein sehr dramatisches Beispiel, aber es zeigt auf, wie einfach man Prophylaxe betreiben kann und wie schwierig oder unmöglich oft die Therapie sein kein. Und das trifft in vielen Bereichen der Medizin zu.
Ganz wichtig: die Prophylaxe und die Therapie muss man häufig unterscheiden. Es ist nicht immer das gleiche. Prophylaxe kann oft nicht heilen. Beispiel: die Prophylaxe eines Unterarmbruches besteht darin, sicher zu Laufen und nicht hinzufallen. Die Therapie besteht aber in einer chirurgischen Behandlung mit einer Metallverplattung der Unterarmknochen. Zur Behandlung eines verschobenen Knochenbruches reicht es nicht aus, nur nicht mehr hinzufallen. Die Behandlung/Therapie ist oft ganz anders als die Prophylaxe. Gleiches gilt für Vitamine. Viele wundern sich, dass der Schnupfen auch nicht schneller weggeht, wenn man danach anfängt Vitamin C einzunehmen. Dann ist es dafür aber meist zu spät. Es wirkt nur prophylaktisch gut. Genauso kann zwar Vitamin D vor Krebs schützen. Aber mit Vitamin D kann man keinen Krebs heilen (was Pseudowissenschaftler, Voodos und viele Internetpseudowaisen oftmals gerne fälschlicherweise behaupten). Den Krebs kann man häufig nur mit Operationen, Bestrahlung und Chemotherapie angehen. Was aber nicht heißt, dass Vitamine nicht zur Sekundär- und Tertiärprophylaxe geeignet wären. Aber bitte nicht Prophylaxe und Therapie verwechseln. Prophylaxe kann jeder betreiben. Prophylaxe ist effektiver. Therapie, wenn nötig, dann aber bitte nur vom Arzt. Jeder sollte Prophylaxe betreiben. Dafür ist pur-life da. Um gesund zu bleiben. Leider muss man aber was dafür tun. Es ist Arbeit erforderlich. Aber Arbeit und Aufwand der sich lohnt. Wie gesagt, Arbeit die sich oft mehr lohnt und effektiver ist, als eine Therapie. Prophylaktische Medizin ist um ein Vielfaches mächtiger als die therapeutische Medizin. Die aber hoffentlich gar nicht erst notwendig wird. Bei euch zumindest nicht. Aber warum schreib ich das alles überhaupt. Ihr macht das doch eh alles schon…… !?

Über den Autor
Dr. Volker Zitzmann

9 Kommentare
  • Arnold M. vor 1 Tag
    Herzlichen Dank
  • Sandra vor 1 Jahr
    Danke Volker für den tollen Beitrag und für die Zeit, die du dir immer wieder nimmst uns zu zeigen wie wichtig es ist die Signale unseres Körpers ernst zu nehmen und ihn fit zu halten.
  • Magdalena vor 1 Jahr
    Sehr guter Beitrag...die meisten Menschen versuchen erst etwas zu ändern, wenn bereits etwas schlimmes passiert ist...da müssen wir noch stark umdenken, vorbeugen und versuchen es gar nicht erst soweit kommen zu lassen...natürlich gibt es Krankheiten, die trotz einer gesunden Lebensweise kommen, aber man hat es dann wenigstens versucht.
  • Jeder soll das für sich rausnehmen, was für ihn passt.. wir geben Hilfestellungen, Denkanstöße.. nichts MUSS , alles KANN. Ich persönlich kenne keine perfekten Menschen.. kenne niemanden der ALLES richtig macht. Kenne niemanden der 100 Prozent Gesund, Fit und und und ist.. nicht einen und das ist das tolle am Leben! Leben ist nicht perfekt! Jeder soll so leben wie er möchte.. man sollte es nur genießen und Spaß machen.. sonst ist das Leben verschenkt.. in diesem Sinne, Danke Volker!
  • Carla vor 1 Jahr
    Danke. Jetzt habe ich eine kurze und bündige Erklärung wenn mich andere Menschen wieder fragen warum ich NEMs nehmen. ?
  • Beate vor 1 Jahr
    In dem Text 28 mal das Wort Prophylaxe verwendet...... ?? Doch inhaltlich nicht wirklich viel Substanz. Sorry, Dr. Volker Zitzmann, doch insgesamt erscheint mir der Beitrag etwas wirr. Und wer bitte, kann sich tatsächlich noch selbst an durchlebte Kinderkrankheiten erinnern.......?......im zarten Alter von 3 Jahren? Wahrscheinlich nur richtig die besorgten und pflegenden Eltern? Mir gefällt auch nicht, der abwertende Seitenhieb auf anders denkende Menschen. Diese erbringen teilweise gerade durch nicht schulmeisterliche, ähm, schulmedizinische Betrachtungsweise, durchaus Erfolge. Oder vielleicht in Worten von Paracelsus "Sola dosis facit venenum" ?
  • Sylvia vor 1 Jahr
    Danke ich finde Du hast den Unterschied deutlich gemacht. Vorbeugen ist besser als heilen - das weiß eigentlich jeder, aber die wenigsten tun es (oft wie bei mir Stress bedingt). Dabei ist es nicht viel - gut in vielen Bereichen bin ich jetzt Sekundärprophylaxe und stelle fest, dass mit Geduld und viel Zeit man dem Körper auch sagen kann: Hey ich mach es jetzt besser - mach Du es wieder gut. Das geht in begrenztem Maß. Mache ich jetzt was - regelmässig und richtig, sagt mir mein Körper sehr deutlich: Hey Mensch, das tut mir gut, das tut dem Herzen gut und den Zellen - wir fühlen uns nicht nur besser uns geht es besser, auch wenn die "Narben" von damals" immer bleiben werden. Man kann tatsächlich auch nach einer schweren Krankheit dem Körper helfen. Aber es ist wie Du sagst, man muss was dafür tun. Wenn man dann noch den richtigen Hausarzt zur Seite hat, der diese Entwicklung unterstützt und verfolgt, dann stellt man auch schnell fest, dass, das was Du uns hier erzählst wirklich umsetzbar ist. Prophylaxe würde ich heute viel früher betreiben - aber bei einigen Körperorganen kann ich das ja noch, da die "gut" funktionieren. Und daher werde ich versuchen die Leber zum Beispiel nicht mit zu viel Zucker zu belasten.😉 und meinem Körper genug von dem "Bau- und Reparatur-Stoff Eiweiß" geben. Dazu natürlich die Bewegung und frische Luft.
  • Ute W. vor 1 Jahr
    Vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich finde es auch bemerkenswert, dass Du Dir immer wieder die Zeit nimmst, uns daran zu erinnern bzw. uns darin zu bestärken, frühzeitig etwas für uns zu tun.?
  • Anja Mohr vor 1 Jahr
    Danke, dass du es trotzdem tust! Immer wieder und alles für uns. ?

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