10 GOLDENE REGELN FÜR GESUNDES SPORTTREIBEN

  • Von Dr. Volker Zitzmann
  • 09. November 2016
  • Letzte Änderung: 14. Oktober 2017
  • 1 Kommentar
  • 3 min Lesezeit

Die 10 Regeln für gesundes Sporttreiben von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention DGSP:

Die deutschen Sportärzte haben 10 Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben aufgestellt.
Die Luft wird wärmer, der Himmel heller und die Lust größer, sich zu bewegen. Ein wenig die Figur nach dem langen und regenreichen Winter in Form zu bringen, schadet sicherlich nicht. Sport treiben ist angesagt, denn wer sich regelmäßig bewegt, fühlt sich besser, sieht besser aus, ist besser belastbar und verfügt über eine bessere Fitness. Um durch falsche Verhaltensweisen oder übermäßigen Ehrgeiz nicht das Gegenteil der angestrebten Ziele zu erreichen, weist die Sektion Breiten-, Freizeit- und Alterssport der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) auf die 10 Goldenen Regeln für gesundes Sporttreiben hin und empfiehlt sie gerade Menschen, die nach einer Pause wieder mit dem Sport beginnen:

 

 

1. Vor dem Sport eine Gesundheitsprüfung

Besonders Anfänger und Wiedereinsteiger über 35 Jahre, bei Vorerkrankungen oder Beschwerden und Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, Bewegungsmangel oder Übergewicht erst zum Arzt und dann zum Sport.

 

2. Sportbeginn mit Augenmaß

Langsam beginnen und die Belastung steigern (erst Dauer, dann Häufigkeit und Intensität), möglichst unter Anleitung (Verein, Lauftreff, Fitness-Studio). Zu empfehlen sind drei bis vier Einheiten in der Woche für 30 bis 40 Minuten.

 

3. Überbelastung beim Sport vermeiden

Nach dem Sport darf eine „angenehme" Erschöpfung vorliegen. Laufen sollte ohne (starkes) Schnaufen möglich sein. Der Sportarzt kann mit einer Vorgabe zum „Trainingspuls“ vor Überlastungen bewahren. Besser „länger oder locker" laufen, schwimmen oder radeln als „kurz und heftig".

 

4. Nach Belastung ausreichende Erholung

Nach einer sportlichen Belastung sollte unbedingt auf eine ausreichende Erholung (Regeneration, Schlaf) geachtet werden, nach einem intensiven Training eine „lockere" Trainingseinheit eingeplant werden.

 

5. Sportpause bei Erkältung und Krankheit

Bei „Husten, Schnupfen, Heiserkeit", Fieber oder Gliederschmerzen, Grippe oder sonstigen akuten Erkrankungen ist unebdingt eine Sportpause notwendig, anschließend kann allmählich wieder mit dem Sport begonnen werden. Im Zweifelsfall sollte der Rat des Sportarztes eingeholt werden.

 

6. Verletzungen vorbeugen und ausheilen

Aufwärmen und Dehnen vor dem Sport zur Prävention nicht vergessen. Verletzungen brauchen Zeit zum Ausheilen. Schmerzen sind Warnzeichen des Körpers (keine Spritzen zum Fitmachen). Manchmal ist es sinnvoll, zum Ausgleich vorübergehend eine andere Sportart zu betreiben.

 

7. Sport an Klima und Umgebung anpassen

Kleider machen Sportler: Kleidung soll angemessen, funktionell, nicht unbedingt modisch sein. Dabei sollte auch der Luftaustausch beachtet und an die Witterung angepasst werden. Bei Kälte: warme Kleidung, windabweisend, durchlässig für Feuchtigkeit (Schweiß) nach außen.


Bei Hitze: Training reduzieren, Flüssigkeitszufuhr beachten. In der Höhe: verminderte Belastbarkeit beachten, angepasste Kleidung und Trinkverhalten. Bei Luftbelastungen (Schadstoffe, Ozon): Training reduzieren, Sport am Morgen oder Abend.

 

8. Auf richtige Ernährung und Flüssigkeitszufuhr achten

Die Kost sollte eiweiß- und ballaststoffreich sein. Wenig Zucker(=Kohlenhydrate (vor allem keine zuckerhaltigen Getränke/Schorlen). Die Menge der Kalorien ist dem Körpergewicht anzupassen (bei Übergewicht weniger Kalorien). Flüssigkeitsverluste sind nach dem Sport durch mineralhaltiges Wasser auszugleichen, bei Hitze muss mehr getrunken werden. Dabei müssen Salz-(Elektrolyt-)verluste angemessen ausgeglichen werden.

- Merke: Bier ist kein Sportgetränk. Aber: Ein Glas Alkohol (Wein, Bier) darf gelegentlich sein.

 

9. Sport an Alter und Medikamente anpassen

Sport im Alter ist sinnvoll und notwendig und sollte vielseitig sein (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination). Medikamente sowie deren Einnahmezeitpunkt und Dosis sind dem Sport anzupassen.

 

10. Sport soll Spaß machen

Auch die "Seele" lacht beim Sport. Abwechslung im Sport ist wichtig, deshalb sollte man gelegentlich die Sportart wechseln. Mehr Spaß hat man bei Sport in der Gruppe oder im Verein. Und der Sport im Alltag darf nicht vergessen werden: Treppen steigen statt Aufzug fahren, zu Fuß zur Post, zum Supermarkt oder zum Briefkasten gehen, auch schnelles Gehen (Walking) ist Sport. Gerade Nordic Walking ist besonders zu empfehlen. Wird gewohnter Sport anstrengend, an Erkrankung denken.

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Dr. Volker Zitzmann

1 Kommentar
  • Sylvia vor 2 Jahren
    Die Seele lacht definitiv - auch bei (oder besser gesagt trotz) gesundheitlichen Vorgeschichten. Fängt man an und macht es langsam Step by Step, dann lacht der Körper irgendwann mit der Seele um die Wette. Das tolle - macht man erst mal einen Schritt folgen viele ganz automatisch, wie "Ernährung". Man hört wieder auf den Körper, auf sein Inneres und weiß,was einem gut tut. Etwas, was wir in unserer modernen Zeit verlernt haben, was wir aber wieder entdecken und anfangen sich "zu bewegen" wenn auch anfangs nur kleine Armbewegungen, kleine Schritte, kleine Beugen, dann stellen wir fest, dass es eine Kettenreaktion ergibt. Tolle 10 Punkte, die man sicher beachten sollte und dann wird man feststellen... es macht nicht nur Spaß es tut Körper und Seele gut!

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