Motivation

Sport macht fröhlich, gesund, verlängert das Leben, hilft bei der Gewichtskontrolle, gibt Energie und, und, und. Haben wir schon zur Genüge in den News auch mit Studien belegt. Gibt also eigentlich KEINEN Grund keinen Sport zu machen. Denn wer will das nicht: Gesundheit, Wohlbefinden, Wohlfühlen, glücklich sein?

Trotzdem sagen viele über Sport: Ich habe keine Zeit. Ist mir zu anstrengend. Macht mir keinen Spaß. Ich habe keine Energie dazu. Und so weiter.

Genau das ist schon das ganze Problem. Diejenigen sagen das. Auch zu sich selbst. Und dann ist es auch so. Was man denkt oder sagt tritt früher oder später meistens auch ein. Glauben Sie nicht daran? Hat nichts mit glauben zu tun. Ist lange bekannt und logisch. Ganz einfach: wenn ich zum Beispiel den Gedanken habe, ich möchte gerne meine Hand heben, dann tue ich das und hebe die Hand. Der Gedanke wurde zu einer physikalischen Bewegung. Logisch. Nichts besonderes. Wenn ich meinen Beinen sage: geht gerade aus, auch dann klappt das meistens problemlos. Aber das Ganze funktioniert auch für unsere Körperfunktionen die nicht willentlich gesteuert werden, also unsere vegetativen Funktionen wie Darmtätigkeit, Atmung, Herzschlag, Durchblutung, Blutdruck, Hauttemperatur, usw. Normalerweise muss man diese Dinge nicht bewusst steuern, zum Glück, stellen Sie sich vor, Sie wären mal kurz abgelenkt und würden vergessen den Herzschlag zu steuern. Blöd. Daher läuft das automatisch. Meistens. Man kann aber auch trainieren, diese vegetativen Funktionen bewusst zu verändern. Nennt sich Autogenes Training.  Hierbei sagt man sich z. B. ganz oft den Befehl „Hand warm“. Nach etwas Übung klappt das dann auch und die Hand wird tatsächlich warm. Man hat also willentlich die Durchblutung der Hand erhöht. Man steuert seinen Körper also selbst. Genauso wie mit der warmen Hand funktioniert das Ganze mit dem Unterbewusstsein.

Sage ich ständig „das schaffe ich nicht“, dann werden alle Körperfunktionen darauf gebahnt es nicht zu schaffen. Sage ich mir ständig ich bin müde und habe keine Lust, dann werde ich auch definitiv müde sein und keine Lust haben. Sage ich mir ständig „ich kann das nicht“, dann wird sich mein Körper auch genau darauf einstellen und es eben nicht können. Und sage ich mir jeden Morgen „ich bin müde, ich habe keine Lust zur Arbeit zu gehen“, dann wird es sicherlich auch genauso sein. Man hat dann kaum eine Chance, dass der Tag gut wird und die Arbeit Spaß machen wird. Wie wär´s mit „Was für ein schöner Tag, ich freue mich auf die Arbeit, herrlich.“ Man muss es erst mal gar nicht glauben, eben nur zu sich selbst sagen. Die Chancen, dass es dann auch so eintritt, ist deutlich höher, als bei trüben Gedanken.

Hat man viel Stress, viel zu tun, viel um die Ohren, alle möglichen schlechten Dinge, die alle noch auf einmal dazukommen, dann kann man 2 Dinge denken oder sagen.

  1. “Das ist mir alles zu viel. Ich kann nicht mehr“.

 

Oder

 

  1. „Soll das alles sein? Gib mir mehr!!!“ „Ich schaffe alles“

 

Was glauben Sie welche Aussage hat mehr Aussicht auf Erfolg? Und wer von den beiden bekommt das Burnout? Warum hört man dann eigentlich immer so oft die erste Aussage? Tststs.

Der beste De-Motivator für Sport/Bewegung ist auch, sich gleich zu überanstrengen. Lange nichts mehr gemacht und dann gleich 5 km Joggen gehen. Danach ist man außer Atem, es tut einem alles weh oder man schafft es gar nicht und muss vorher aufgeben. Atemnot, Schmerzen, Aufgeben: soll das einen dazu motivieren, ein zweites Mal Sport zu treiben??? Eher nicht. Daher langsam!!!!!! anfangen. Nur so viel wie man locker schafft. Frühzeitig aufhören. Täglich was machen und dran bleiben. Und dann langsam steigern. Dann ist man eben nach 6 Monaten da, wo man eigentlich gleich am Anfang sein wollte. Na und? Sport sollte uns unser ganzes Leben begleiten. Da ist es mehr als kontraproduktiv irgendwas zu machen, was einem missfällt und unangenehm ist. Der wichtigste Motivator ist Freude. Also macht das was Spaß macht. Und NUR das. Unser Gehirn lernt dann, dass Bewegung Freude bereitet und will automatisch mehr. Von ganz alleine. „Sich quälen“ ist out. Das war gestern. Macht kein klar denkender Mensch mehr. Sich mal extrem anstrengen, weil man Spaß daran hat und bei fortgeschrittenen Sportlern schon im Gehirn verankert ist, dass daraufhin die Glückshormone freigesetzt werden und deshalb aus lauter Vorfreude das Ganze schon Spaß macht, hat daher auch nichts mit Quälen zu tun (auch wenn es für Außenstehende so aussieht). Daher Quälen ist, out. Sich Quälen sollte man tunlichst sein lassen.

Zusammenfassung:

Wörter lösen körperliche Symptome aus (Autogenes Training). Bilder lösen körperliche Symptome aus. Gedanken lösen körperliche Symptome aus. Entscheide selbst: „Ist mir alles zu viel. Ich kann nicht mehr“ oder „Gib mir mehr!“. Auf dem Weg zum Sport, entscheide zwischen „ich geh mich jetzt quälen“ und „ich geh jetzt zum schönen Teil des Tages über“.

 

 „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte.

Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten.

Achte auf deine Taten, denn sie werden deine Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“

 

Über den Autor
Dr. Volker Zitzmann

16 Kommentare
  • Elisabeth P. vor 3 Monaten
    Hat mir sehr gut gefallen und kann es aus Erfahrung bestâtigen, auch wenn es nicht immer leicht fællt.
  • Stefanie T. vor 3 Monaten
    Geil, meine Denke 👍☺️🌻
  • Margot Könnecke vor 3 Monaten
    Dr. Volker, ein gut geschriebener Artikel. Kann aus Erfahrung sprechen. Auch wenn ich mich mal nicht so gut fühle mit etwas Überwindung sowie eigenem Zuspruch doch die Übungen oder andere Dinge probieren, hilft weiter. Der Erfolg, es doch getan zu haben, beflügelt. Man muss aber auch mit sich selbst Geduld haben und weitermachen. Mit Pur-life trainiere ich schon einige Zeit. Bequem zu Hause bei freier Zeiteinteilung habe ich meine Freude daran und fühle mich gut bzw. besser. Die Beiträge zu den unterschiedlichen Themen finde ich sehr interessant sowie hilfreich.
  • H. vor 3 Monaten
    Die hilft nur Klugheit, damit das rechte Maß für langfristige Erfolge gefunden wird.
  • Annette vor 3 Monaten
    Eine gute Motivation und gelungene Zusammenfassung mit dem Spruch aus dem Talmud. Ergänzend noch einen super Vers aus der Bibel Psalm 18, 30: "Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen!" Dann mal durchstarten... Ich wünsche euch eine fröhlichen gesegneten Tag.
  • Petra vor 3 Monaten
    Gute Motivations Hilfe. Ich hab sie meiner Tochter weitergeleitet.
  • Mare Fue vor 3 Monaten
    Danke Dr.Volker, ein toller Beitrag mit viel Tiefgang🌻
  • Elke vor 3 Monaten
    Positiv denken macht das Leben um vieles leichter, aber man muss es in gewisser Weise erst erlernen ... So ging es zumindest mir... Danke für diesen tollen Artikel---
  • Conni vor 4 Monaten
    Es klappt wirklich
  • Karin S. vor 4 Monaten
    Positiv denken und alles wird gut.
  • Reinhild vor 4 Monaten
    Schon allein dieser Beitrag löst Motivation aus! Vielen Dank, lieber Volker
  • Baerbel D. vor 4 Monaten
    Oh, der Artikel kommt genau für mich zum richtigen Zeitpunkt. DANKE lieber Volker. Bin gerade mit mir unzufrieden, weil ich mehr will. als ich im Moment leisten kann. Deshalb noch einmal DANKESCHÖN. Bis bald.
  • Iris vor 4 Monaten
    Ein super Artikel und so wahr🙂
  • Barbara K. vor 4 Monaten
    Und wieder einmal ein toller Artikel meines Lieblingsarztes. Ich glaube, ich muss mal darüber nachdenken. Irgendwie fühle ich mich angesprochen.
  • Angela Schröder vor 4 Monaten
    Super Artikel, vielen Dank!!! Auch wenn es schon so weit gekommen ist, dass ich mich auf ein bisschen quälen freue...😄
  • Monika vor 4 Monaten
    Super !!!!!!!!!!! Du sprichst mir aus der Seele. Wir Menschen können viel mehr ,wenn wir unsere Gedanken wandeln. Fangen wir doch jetzt damit an.

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