Motivation Teil 1 – nicht einfach, aber ehrlich!

  • Von Manuel Eckardt
  • 08. April 2017
  • Letzte Änderung: 11. April 2017
  • 11 Kommentare
  • 3 min Lesezeit

Motivation – steht für Antrieb, kommt von Motor .. aber auch von Einstellung. Alles zusammen hat etwas mit dem eigenen Selbst zu tun. Was man verstehen muss, ist, dass Alles seine Zeit hat. Man kann im Leben Nichts aber auch rein gar Nichts erzwingen. Der Kopf spielt bei Allem die wichtigste und entscheidendste Rolle und der muss frei sein für Veränderungen.

Das Schwierigste für mich(uns) ist die Vielfältigkeit der Menschen, die mit uns trainieren und sich von uns beraten lassen. Unterschiedlichste Ziele, unterschiedlichste Voraussetzungen, unterschiedlichster Lebensweisen und –umstände. Alle haben ihr eigenes Leben und müssen dies nach Ihren Anforderungen gestalten. Bei genauerer Betrachtung ist es schier unmöglich ein Rezept für Alle zu haben, deshalb versuchen wir mit Authentizität und Realismus sowie einer großen Menge Spaß Alle zu erreichen und zu motivieren. Was aber bei der Erreichung der gewünschten Ziele extrem wichtig ist, ist Realismus. Man muss einfach wissen, was geht und was nicht geht. Deshalb möchte ich in Zukunft versuchen, ein Bewusstsein zu schaffen, was Motivation bedeutet und wie man lange motiviert bleibt und bleiben kann. Bei aller Liebe muss ich aber an dieser Stelle schon jetzt sagen, dass es hart ist und das ich viele Dingen sagen und schreiben werden, die man nicht hören möchte, aber es ist die Wahrheit. Es gibt von mir kein Schönreden und auch kein Wunschdenken. Es gibt nur Fakten und echte Informationen.

Der erste Schritt in die richtige Richtung ist, zu erkennen wo man steht und was seine eigene Ausgangsposition ist. Also, mal eine kleine Bestandsaufnahme. Standpunkt Heute!

Im zweiten Schritt überlegt man sich, wo man hin will. Dieses „Ziel“ sollte man so genau wie nur möglich skizzieren und vor Augen halten. Ein Bild aus einer Zeitschrift oder aus der eigenen Vergangenheit raussuchen und das Ziel bewusst machen. Visualisieren!

Aber bei aller Liebe, es MUSS realistisch sein! Ich kann mir so viele Bilder von 60 Kilo Sportlern an den Kühlschrank hängen, ich werde so nie aussehen. Nicht weil ich nicht kann, sondern weil meine Physionomie und meine Voraussetzungen es einfach nicht zulassen. Ebenso werde ich nie so aussehen wie Arnold Schwarzenegger, weil mein Alltag es einfach nicht zulässt.

Und da kommen wir zum nächsten Schritt.

Im Schritt drei, wird auf Realität und Umsetzbarkeit geprüft. Ist es wirklich in der eigenen Situation mit den eigenen Lebensumständen möglich dieses Ziel zu erreichen?

Im Schritt vier, sollte ein realistischer Zeit- und Umsetzplan erstellt werden. Und genau das ist, was bei vielen Menschen zu Demotivation führt, denn entweder man setzt die Zeit so knapp, dass es völlig unrealistisch ist, oder man erkennt, dass es sehr lange dauert.

Ziele stecken und sich etwas vornehmen ist nicht das große Problem. Das kann Jeder. Das tun jedes Jahr Milliarden Menschen an Silvester. Wir alle wissen aber wie lange diese Vorsätze halten und wie lange man motiviert dafür ist. Man erkennt einfach sehr schnell, dass die Ziele unrealistisch in der eigenen Situation sind und man zu viel von sich und von seinem Körper erwartet.

Mein Lieblingsziel für Menschen die Abnehmen möchten ist: „Versuch doch bitte dieses Jahr nicht zuzunehmen!“ Ein schönes und für jeden erreichbares Ziel!

Man merke:

Der „normale“ Europäer nimmt im Durchschnitt 1 Kilo pro Jahr ab dem 30. Lebensjahr zu!

Und genau aus diesem Grund ist es schon ein toller Erfolg, wenn es einem gelingt, das Gewicht dauerhaft konstant zu halten. Mehr über Motivation und Ziele sowie deren Erreichung in den nächsten Teilen!

Über den Autor
Manuel Eckardt

11 Kommentare
  • Beate vor 1 Jahr
    Prima Gedanken zum Thema Motivation! Freue mich auf Fortsetzung. Sehr gut gefallen hat mir dies: "Mein Lieblingsziel für Menschen die Abnehmen möchten ist: „Versuch doch bitte dieses Jahr nicht zuzunehmen!“ Ein schönes und für jeden erreichbares Ziel!" Diese Betrachtungsweise ist motivierend und auf andere Bereiche übertragbar. ?
  • Sandra vor 2 Jahren
    Danke für diesen tollen Artikel. Krankheitsbedingt habe ich innerhalb eines Jahres knapp 10 Kilogramm zugelegt (ohne meine Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten verändert zu haben). Kommentar Arzt: müssen Sie halt weniger essen und sich mehr bewegen. Als ich angemerkt habe, dass ich mich mehr als genug bewege und gerade noch meinen Kaloriengrundumsatz zu mir nehme hat er mich nur deppert angelächelt und gesagt "natüüüüürlich". Inzwischen habe ich meine eigene Lösung des Problems gefunden, ich esse nur noch zwischen 10:00 und 18:00 Uhr und habe eigenmächtig meine Medikation angepasst. Und nun habe ich in drei Wochen knapp ein Kilo verloren. Als nächsten Schritt möchte ich hier einmal wöchentlich einen Kurs zu meinem üblichen Pensum absolvieren. Immer langsam voran...aber stetig!
  • Claudia L. vor 2 Jahren
    Vor meiner OP vor fünf Jahren, habe ich 75 kg bei einer Größe von 1,63m gewogen. Danach musste was passieren. Ausschlaggebend war das Buch “ Weizenwampe“. Zusammen mit meinem Mann haben wir unsere Ernährung umgestellt. Sehr wenig Kohlenhydrate. Auch Paleo haben wir ausprobiert. Am Anfang ist es schwer, weil man soviel beachten muss, aber das spielt sich schnell ein. Nach zwei Jahren haben wir fast 15 kg weniger gewogen. Ich denke das war genau richtig, zumal in zunehmendem Alter die Haut auch nicht mehr so elastisch ist und es Zeit braucht damit nichts rumhängt😉 Mit Purlife haben wir noch mal viel über Ernährung erfahren, über Eiweiß und Muskeln und unsere Körper haben sich enorm verändert. Aber Geduld muss man haben und wie Manuel sagt, realistische Ziele. Sonst gibt man zu schnell auf.
  • Kerstin vor 2 Jahren
    Ganz bestimmt ist es wichtig, das zu erreichende Ziel möglichst genau zu kennen. Als nächstes hilft es, möglichst konkret zu wissen, wie man dieses Ziel erreichen kann und möchte. Da der Mensch aber gerne dazu neigt, allerlei Vermeidungsstrategien zu entwickeln, empfiehlt es sich, dagegen gewappnet zu sein. Also zu überlegen, was könnte mich an der Umsetzung des Zielerreichungsplans hindern und was mache ich dann, um doch erfolgreich zu sein...Das heißt, dass man die potentiell auftretenden Schwierigkeiten schon mal vorab benennt und Lösungsstrategien überlegt. Je konkreter, um so besser... Ansonsten verflüchtigt sich die Motivation ja ziemlich schnell und schlägt eher in Frustration um. Vielleicht gelingt es auch hier nach der Devise zu verfahren: Der Weg ist das Ziel...
  • Sabine vor 2 Jahren
    Keiner bringt die Dinge so auf den Punkt wie du Manuel?Vielen Dank dafür und ich freue mich schon auf die nächsten Zeilen.
  • Sabine vor 2 Jahren
    Heute sollte bei vielen Menschen alles schnell und unkompliziert gehen. Eine sehr kindliche Einstellung, die von Werbung und Medien nach Kräften gefördert werden, um über diese unrealistischen Vorgaben Produkte an den Menschen zu bringen. Dein Ansatz die Dinge realistisch zu sehen und von diesem Punkt aus, erst an die Verwirklichung von Zielen in Plänen heranzugehen, ist sicher von wesentlich mehr Erfolg gekrönt, als die Schnellerhöherweitermentalität. Schön fände ich es auch, wenn Du mehr darauf eingehen würdest, dass Bewegung etwas ist, dass Freude macht und man immer zuerst auf sein eigenes Körpergefühl achten sollte, wie oft und wie intensiv man etwas für ihn tun kann. Mach weiter so, Du erreichst mit Deinem lässigen und angenehmen Schreibstil bestimmt viele Menschen!
  • Barbara K. vor 2 Jahren
    Siehst Du - genau das ist das Problem. Ich - normale Europäerin - habe seit dem 30. Lebensjahr jährlich ein kg zugenommen. Jetzt bin ich 57. Noch Fragen? Und jetzt soll ich damit zufrieden sein, wenn ich dieses Jahr kein Kilo zunehme? Never! Da muss!!! was passieren. Wieso hat mir eigentlich vor dreissig Jahren keiner gesagt, was ich jetzt mit Erschrecken lesen und auch erleben muss? Dann wäre alles gaaaaanz anders gekommen. Oder vielleicht doch nicht? Ich weiss es nicht. Auf jeden Fall erkenne ich mich in diesem Artikel wieder. Ich setze mir immer zu strenge Ziele, die ich wahrscheinlich in diesem Leben nicht mehr erreichen werde. Ich werde in mich gehen und mir ein vernünftiges Ziel setzen - vielleicht 10 kg in diesem Jahr abnehmen? Und dabei fitter werden? Müsste doch zu schaffen sein, oder?
  • Anja Mohr vor 2 Jahren
    Das ganze Leben ist nicht einfach, warum sollte Motivation einfach sein? Ab und zu ist es notwendig, die rosa Brille abzusetzen und der Realität ins Auge zu sehen. Und dann immer nur einen Schritt nach dem anderen in die richtige Richtung bewegen. Zum Thema "gute Vorsätze an Silvester" : Ich nehme mir jedes Jahr vor nicht mit dem Rauchen anzufangen. Klappt schon mein ganzes Leben lang. ?
  • Georgia vor 2 Jahren
    Deine Infos sind besonders wertvoll! Warten auf die nächsten Teile.....
  • Nicole vor 2 Jahren
    Freue mich auf weitere Artikel zu dem Thema. Ich kann alles nur bestätigen.
  • Thomas vor 2 Jahren
    Vielen Dank! Gern mehr davon.

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